Was versteht man unter den Staubsauger Klassen L und M?

Für Industrie- und Handwerksbetriebe ist die Staubklasse eines Staubsaugers nicht unerheblich. Beim Arbeiten mit gesundheitsgefährdenden Stäuben spielt die Technik eine wichtige Rolle. Staubsauger Klassen L und M (z.B. Bosch) – für welchen Einsatzbereich eignet sich welches Gerät?

Der Durchlassgrad von L- und M-Staubsaugern

Grundsätzlich lässt sich durch die Buchstaben L und M leicht definieren, für welchen Einsatzbereich beziehungsweise welche Arbeiten ein Staubsauger geeignet ist. L steht für leicht gefährliche Stoffe. Mit einem Staubsauger dieser Klasse liegt der Durchlassgrad bei 1 %. Das bedeutet, dass 1 % des aufgesaugten Staubes wieder an die Umgebungsluft abgegeben wird. Bei gesundheitsschädlichem Holzstaub einer Eiche oder Stäuben von Zement, Fliesenkleber sowie Ölfarben ist dies nicht ausreichend, um für die nötige Sicherheit zu sorgen.

Daher gibt es mit Staubsaugern der Klasse M technisch ausgereiftere Modelle mit effizienter Filtration. M steht für mittelgefährliche Stäube. Dazu zählen der Holzstaub einer Buche oder Betonstäube. Sauger der Staubklasse M haben einen Durchlassgrad von 0.1 %. Wird nicht mit hochgefährlichen Stäuben wie Stäuben von Schimmelsporen, Asbest oder Mineralfasern gearbeitet, sind mit einem M-Staubsauger auch bei mehrstündiger täglicher Arbeit keine negativen gesundheitlichen Auswirkungen zu befürchten.

Für welchen Einsatzbereich eignet sich welche Staubklasse?

Mit dem Kauf eines Staubsaugers der Klasse M können Käufer nicht viel falsch machen. Wird nicht gerade mit Stäuben aus Arsen, Blei usw. gearbeitet, ist eine bedenkenlose Filtration gegeben. Diese Sauger werden häufig auf Baustellen und bei der Holzverarbeitung eingesetzt. Bei Holzarbeiten werden M-Staubsauger in Kombination mit Bandschleifmaschinen, Bohrmaschinen oder Fräsen genutzt. Einige Geräte saugen nach Beendigung der Arbeit noch einige Sekunden weiter, damit auch der restliche Staub aufgesaugt wird. Auch das staubfreie Entsorgen des Staubbeutels zählt zu den besonderen Merkmalen eines guten Geräts.

Geht es um die Entscheidung der Staubsauger Klassen L und M, dann spielt der Einsatzbereich eine wesentliche Rolle. Technisch erfüllt ein Staubsauger der Klasse M deutlich mehr Anforderungen als für den Heimbedarf benötigt wird. Es sei denn, der Sauger wird für Tischler- oder Lackierarbeiten in der Heimwerkstatt genutzt. In der Regel ist für die private Nutzung aber auch für Baustellen und Betriebe wo vorwiegend grobkörniger Staub aufgesaugt wird, ein Staubsauger der Klasse L ausreichend. Der Großteil der Stäube wie Gips oder Kalk wird als leicht gefährlich eingestuft. Staubsauger der Klasse L empfehlen sich auch für Privathaushalte, in denen Allergiker wohnen, da sich diese Sauger sehr gut zum aufsaugen von Hausstaub eignen.

Eine Frage des Preises

Werden empfehlenswerte Industriesauger der Klasse M ab etwa 300 Euro angeboten, sind Sauger der Klasse L bereits ab rund 100 Euro erhältlich. Doch ein guter L-Staubsauger kann auch kostspieliger sein als ein M-Staubsauger. Der Preis ist letztendlich von Faktoren wie dem Auffangvolumen, dem Filtersystem, den Funktionen, der Leistung wie Luftmenge und Sicherheitsmerkmalen abhängig. M-Staubsauger verfügen oft über spezielle Funktionen wie ein akustisches Warnsignal, bei verminderter beim Absaugen. Dies ist insbesondere für Betriebe von Vorteil, da dadurch jederzeit die gesetzlichen Durchlass- beziehungsweise Grenzwerte eingehalten werden können.